Bonner Westblick Online 2016/02

Schließung des Druckzentrums des General Anzeiger Bonn in Dransorf

Mit Bestürzung habe ich zur Kenntnis genommen, dass das Druckzentrum des Bonner General Anzeigers/Verlagsanstalt H. Neusser GmbH Mitte März geschlossen wurde. Mehr als 80 MitarbeiterInnen, davon ca. 40 aus der Stammbelegschaft, werde in Dransdorf Ihren Arbeitsplatz verlieren.

Es gibt einen Vorschlag der Belegschaft, das Druckzentrum in Form einer mitarbeitergeführten Gesellschaft weiter zu betreiben. Ich bin sehr enttäuscht darüber, dass die Unternehmensführung diesen Vorschlag rundweg ablehnt und sogar Gespräche hierzu verweigert.

Von dem Arbeitsplatzverlust sind insbesondere Menschen betroffen, die sich bereits im hohen Arbeitsalter befinden und vermutlich weniger Chancen auf eine neue berufliche Zukunft haben werden. Hier werden inbesondere ältere Menschen in die Arbeitslosigkeit geschickt. Die Bonner SPD hat die Geschäftsführung und den Verlagsinhaber, die Familie Neusser, aufgefordert an den Verhandlungstisch zurück zu kehren und im Sinne aller eine friedliche und vor allem soziale Lösung zu finden.
Mehr: <https://www.soliseite.de>

Gelände ehemalige Mühle

Leider kann ich hier keine echten Neuigkeiten verkünden. Außer, dass es in ganz kleinen und sehr langsamen Schritten vorwärts geht. Lange Zeit hakte es bei der wasserrechtlichen Genehmigung. Das Gelände am Dransdorfer Bach liegt im potentiell Hochwasser gefährdeten Bereich. Man mag einwenden, dass der Bach noch nie über die Ufer getreten ist. Leider werden wir in Zukunft häufiger und stärker Starkregenereignisse haben. Dadurch sind auch Bäche und daran angrenzende Grundstücke bzw. Gebäude zunehmendem Hochwasserrisiko ausgesetzt. Deshalb ist es meines Erachtens richtig, darauf Rücksicht zu nehmen. Warum das alles so zäh geht, erschließt sich mir nicht. Ich weiß aber, dass es nicht unbedingt an der Stadtverwaltung liegt.

Eltern als Goldesel – SPD lehnt Koalitions-OGS-Kompromiss ab
(Gieslint Grenz, schulpolitische Sprecherin)

Die Bonner Eltern müssen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf regeln und die Betreuung ihrer Kinder verlässlich managen können. Dabei erfahren sie von der Koalition aus CDU, Grünen und FDP zu wenig Unterstützung und werden nun dafür auch noch zur Kasse gebeten. Ausgetragen werden die Pläne der Koalition auf den Rücken der Eltern, der OGS-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter und der Schulen. Wir haben den OGS-Vorschlag der Koalition deshalb abgelehnt und uns im Rat nochmals für die vom Jugendhilfeausschuss beschlossene sogenannte Variante 1B eingesetzt.
Mehr: <http://www.spd-bonn-im-rat.de/meldungen/24927/207799/Eltern-als-Goldesel—SPD-lehnt-Koalitions-OGS-Kompromiss-ab.html>

WLAN für Bonn – Immer schön laaaaaaaaaaaaaaaaangsam

Der Rat der Stadt Bonn hat größtenteils einstimmig einen schüchternen Schritt in Richtung „Neuland“ getan. Aus unserer Sicht vor allem einen zu langsamen, aber man soll ja auch mal loben: Die Koalition dafür, dass sie sich dazu durchgerungen hat, viele Ideen der SPD zu übernehmen, und die Verwaltung dafür, dass sie das Projekt WLAN jetzt nach einigem Zögern angeht. Sie unterstützt nun aktiv die Einrichtung eines offenen, freien und nicht kommerziellen WLAN-Netzes in Kooperation mit den entsprechenden Initiativen in unserer Stadt. Stadtteile mit sozialem Förderbedarf, soziale Einrichtungen und Bereiche mit Publikumsverkehr in städtischen Ämtern sollen vorrangig versorgt werden. Die dafür notwendigen Internetzugänge und den Strom stiftet die Stadt. Die Verwaltung wird die lokalen Freifunk-Initiativen bei der Einwerbung von Fördermitteln zu unterstützen.
Wer sich für FreiFunk interessiert und selbst mitmachen möchte: <https://kbu.freifunk.net>

Ostern 2016

Diese Tage werden überschattet durch die Terroranschläge in Brüssel. Ich bin fassungslos. Was bringt Menschen dazu, sich für was auch immer selbst in die Luft zu sprengen und damit so viele Unbeteiligte wie möglich mit in den Tod zu reißen? Das rechtfertigt keine Religion, keine auch nur ansatzweise menschliche Weltanschauung. Das ist ein menschenverachtender Angriff auf unsere freie, europäische Gesellschaft, hier wird Angst und Zwietracht zwischen Menschen und Religionen gesät. Mir fällt dazu folgendes Zitat ein: „Noch sind wir geschockt, aber wir werden unsere Werte nicht aufgeben. Unsere Antwort lautet: mehr Demokratie, mehr Offenheit, mehr Menschlichkeit.“ (Jens Stoltenberg nach den Anschläge von Oslo und Utøya 2011)

Ich wünsche Ihnen trotzdem oder gerade deshalb frohe und vor allem friedliche Ostern!